Andachten

Andacht

Andacht 21. April 2022

21. April 2022 | Werner E. Lange

Andacht 21. April 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt, sondern der Geist [Gottes] selbst tritt für uns ein.

Beim Lesen mancher Geschichten der Bibel muss man schmunzeln – trotz ihres ernsten Inhalts. Ein Beispiel dafür ist die Begebenheit mit der Magd Rhode und einer Gebetsversammlung im Hause von Maria, der Mutter von Johannes Markus, einem späteren Mitarbeiter von Paulus (Apg 12,12). Um den Juden zu gefallen, war der Apostel Petrus von König Herodes Agrippa ins Gefängnis gesteckt worden (Apg 12,3–4). Er ließ ihn ununterbrochen von jeweils vier Soldaten bewachen; zudem war Petrus mit Ketten an zwei Soldaten gefesselt. Doch in der Nacht vor seinem Verhör wurde er durch einen Engel aus dem Gefängnis befreit, ohne dass die Wachen etwas davon bemerkten (V. 6–10.18–19; man kann hier einiges von den Fähigkeiten der Engel erahnen). Während seiner Gefangenschaft betete „die Gemeinde ohne Aufhören für ihn zu Gott“ (V. 5). Das war lobenswert und zeigt den Geist echter christlicher Gemeinschaft. Aber die versammelten Gläubigen glaubten offenbar nicht, dass Petrus tatsächlich befreit werden würde. Als er nämlich nach seiner Befreiung mitten in der Nacht am Hoftor von Marias Haus klopfte (wo er offenbar vermutete, dass einige Glaubensgeschwister versammelt waren, V. 12), glaubten sie der Magd Rhode nicht. Sie hatte die Stimme von Petrus erkannt, rannte zurück und verkündete allen, dass er vor dem Tor stünde. Vor Freude hatte sie vergessen, es zu öffnen. Die Anwesenden meinten, Rhode sei „von Sinnen“; es könne höchstens der Engel des Petrus sein (V. 15). Offenbar erhört Gott Gebete oftmals anders, als wir es erwarten oder wünschen, oder auch auf wunderbarere Weise, als wir glauben oder hoffen. Anscheinend waren hier nicht der Inhalt der Gebete der Gemeindeglieder und ihr Glaube entscheidend, sondern Gottes gnädige Absichten mit seinen Kindern. Wir wissen manchmal nicht, worum „wir beten sollen“ und „wie sich’s gebührt“, aber Gott gibt uns dennoch Gutes, wie Jesus versicherte, weil wir seine Kinder sind (Mt 7,11). Er kann uns durch seine Engel aus bedrohlichen Situationen retten oder führt uns andere Wege. Wir brauchen ihm keine Ideen zu geben, wie er ein Problem lösen könnte oder sollte, sondern können ihm vertrauen, dass er stets eine Hilfe in unserer Situation hat.

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