Andachten

Andacht

Andacht 29. April 2022

29. April 2022 | Joachim Kappler

Andacht 29. April 2022

Ifen

Bildnachweis: Gerd Schmid

Und was soll ich noch mehr sagen? Die Zeit würde mir zu kurz, wenn ich erzählen sollte von Gideon und Barak und Simson und Jeftah und David und Samuel und den Propheten.

Wie hat es Simson geschafft, in diese Liste der vorbildlichen Glaubenshelden aufgenommen zu werden? Sein Leben erscheint mir alles andere als nachahmenswert. Gewiss, er wurde schon vor seiner Geburt auserwählt und berufen, sein Volk von der Fremdherrschaft der Philister zu befreien. Dazu bekam er außergewöhnliche körperliche Kräfte verliehen, mit denen er einige spektakuläre Taten vollbrachte. Doch sein Augenmerk galt offensichtlich den Schönheiten der heidnischen Nachbarorte. Die Ehe mit einer von ihnen endete in einem Fiasko und vielen Toten. Delila, seine nächste Geliebte, verführte ihn dazu, das Geheimnis seiner von Gott geschenkten Kraft zu verraten. Er wurde überwältigt, gefesselt und seines Augenlichts beraubt. Schließlich endete er als Selbstmordattentäter, der viele Tausende mit in den Tod riss. (So ähnlich würden es wahrscheinlich die heutigen Medien berichten.) Erst in dieser seiner letzten Stunde erkannte er, dass seine Kraft ausschließlich von Gott gekommen war. Endlich rief er ihn an „und sprach: Herr HERR, denke an mich und gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal“ (Ri 16,28). Aber so ist Gott: Er erhört gern das Gebet des Schwachen, der seine Schwäche erkennt; genau wie Jesus, der dem Schächer am Kreuz auch in der letzten Stunde das Paradies zusagte. Inwiefern sind diese Menschen für uns Glaubensvorbilder? Einerseits zeigen sie, dass Gott auch in meiner letzten Stunde noch für mich da ist und mein Leben immer zum Guten wenden will. Doch andererseits ist es nicht erstrebenswert, die Entscheidung für ihn auf die lange Bank zu schieben. Simson wäre vielleicht viel Schmerz erspart geblieben. Paulus erscheint mir als das bessere Vorbild. Auch sein Leben verlief nicht fehlerfrei, doch er hat sich schon in seinen besten Jahren von seiner eigenen Stärke verabschiedet und Gottes Zusage erhalten: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.“ (2 Kor 12,9) Diese Zusage gilt uns auch heute.

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