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USA: weitere adventistische Pastorin ordiniert

USA: weitere adventistische Pastorin ordiniert

Therezinha Barbalho mit Ehemann und PC-Präsident Bill Miller (v.l.)

© Foto: Potomac Conference Corporation of Seventh-Day Adventists

10. Juli 2019 | Silver Spring, Maryland/USA | APD | Kategorie: APD

Im Juni hat die Potomac-Conference (PC), eine regionale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten im Osten der USA, die Pastorin Therezinha Barbalho entgegen der derzeitigen Beschlusslage der adventistischen Weltkirchenleitung zum Pastorendienst ordiniert. Dies teilte die Kommunikationsabteilung der PC mit.

Therezinha Barbalho ist in Brasilien aufgewachsen. Sie hat Theologie und Rechtswissenschaften studiert, war als Rechtsanwältin und ehrenamtliche Pastorin in Brasilien tätig und arbeitete ab 2004 als Pastorin in den USA. Seit 2017 ist sie leitende Pastorin der Adventgemeinde in Silver Spring, Maryland/USA. Am gleichen Ort befindet sich auch das Hauptquartier der adventistischen Weltkirchenleitung. Barbalho ist seit 26 Jahren mit dem Pianisten und Komponisten Zeli Leite verheiratet, das Paar hat eine Tochter.

Keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastoren und Pastorinnen bei Adventisten
Innerhalb der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren. Im Juni 2015 stimmte die Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) in San Antonio/USA als oberstes Organ der Freikirche erneut mehrheitlich gegen einen Antrag, die Entscheidung zur Ordination von Frauen den einzelnen teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) zu überlassen. In dieser Frage wurde bereits bei den Weltsynoden 1990 und 1995 negativ entschieden.

Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio zwar weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten als Pastorinnen „gesegnet“ und damit beauftragt werden, Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vorzunehmen; doch ist diese Vollmacht örtlich begrenzt. Während die Ordination von Pastoren innerhalb der Freikirche weltweit Gültigkeit hat, dürfen gesegnete Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung auch praktiziert. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Nur sie dürfen in das kirchenleitende Amt eines Präsidenten einer Vereinigung oder eines Verbandes berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist.

Ordinationsbeschluss ignoriert
In den Jahren vor der Weltsynode 2015 in San Antonio sind sowohl in den USA als auch in wenigen europäischen Staaten dennoch insgesamt rund 40 Frauen zum Pastorendienst ordiniert worden. Die Einsegnung von Pastorin Therezinha Barbalho ist die zweite bekannte Ordination nach dem Beschluss der Weltsynode von 2015.

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