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„Darüber spricht man doch nicht“ – Welttoilettentag 2019

„Darüber spricht man doch nicht“ – Welttoilettentag 2019

Mitarbeiter von ADRA Mauretanien schult Dorfbewohner im Umgang mit Latrinen

Foto: ADRA Mauretanien

19. November 2019 | Weiterstadt bei Darmstadt | APD | Kategorie: APD

Eine Tabuisierung des stillen Örtchens sei falsch, schreibt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, zum heutigen Welttoilettentag (19.11.). Die Tabuisierung könne Menschenleben kosten. Ein Drittel der Weltbevölkerung, rund 2,5 Milliarden Menschen, habe keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen, was zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Cholera oder sonstigen Durchfallerkrankungen beitrage, schreibt ADRA.

Demnach sind Erkrankungen, die auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen sind, die häufigste Todesursache bei Kleinkindern. Im Jemen, wo der anhaltende Bürgerkrieg die zivile Infrastruktur zerstört, unterstützt ADRA Deutschland Menschen durch Aufklärung und materielle Hilfe. Eine Cholera-Epidemie habe dort bisher mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet und es seien mehr als 1,3 Millionen Verdachtsfälle gemeldet worden.

UNO-Nachhaltigkeitsziele
Alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen erkennen Wasser- und Sanitärversorgung als Menschenrecht an. Außerdem sei die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle" das sechste der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO in ihrer Agenda 2030.

Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Am 24. Juli 2013 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen einstimmig, auf Vorschlag Singapurs, den 19. November als Welttoilettentag der Vereinten Nationen erklärt. Laut ADRA soll der Tag daran erinnern, dass noch viel Arbeit geleistet werden muss, bis alle Menschen auf dem Planeten Zugang zu ordentlichen Sanitäranlagen haben.

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