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Deutschland erinnert an 20 Jahre „Charta Oecumenica“

Deutschland erinnert an 20 Jahre „Charta Oecumenica“

Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf dem 1.Ökum. Kirchentag 2003 in Berlin

© oekumene-ack.de

23. April 2021 | Frankfurt am Main | APD | Kategorie: APD

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland hat auf den 20. Jahrestag der Charta Oecumenica hingewiesen. Die Charta war nach einem mehrjährigen Konsultationsprozess von Repräsentanten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am 22. April 2001 in Straßburg unterzeichnet worden. Das Dokument enthält zwölf Leitlinien für eine wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa. Diese haben jedoch keinen lehramtlich-dogmatischen oder kirchenrechtlich-gesetzlichen Charakter. Vielmehr laden die KEK und der CCEE ihre Mitgliedskirchen ein, sich die genannten Selbstverpflichtungen zu eigen zu machen. Die Mitgliedskirchen der ACK in Deutschland haben die Charta Oecumenica auf dem 1. Ökumenischen Kirchentag im Jahr 2003 in Berlin unterschrieben.

Ein „Grundgesetz“ der ökumenischen Bewegung in Europa
„Die Charta Oecumenica kann man getrost als ‚Grundgesetz‘ der ökumenischen Bewegung in Europa bezeichnen“, würdigte der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, das Dokument. Sie sei für Christinnen und Christen auch nach 20 Jahren bleibend aktuell. „Die Charta Oecumenica ist eine der wichtigsten Grundlagen des Miteinanders in der ACK“, so Miron. Der Diskurs zu theologischen Fragen, das gemeinsame Gebet, der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit wären für ihn „Ausdruck unseres gemeinsamen Wegs und einer gelebten Charta Oecumenica“. Eine Empfehlung der Charta habe die ACK mit der jährlichen Feier des Ökumenischen Tags der Schöpfung ganz konkret umgesetzt. „Ich freue mich, dass dieser Impuls für einen anderen Umgang mit der Natur inzwischen in vielen Kirchen und Gemeinden aufgegriffen wird.“

ACK-Gastkirchen
Alle damaligen ACK-Gastmitglieder haben 2003 in Berlin die Charta Oecumenica aus unterschiedlichen Gründen nicht unterzeichnet. Dazu gehörte auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Deren Leitung erklärte im März 2003 in einer Stellungnahme zur Charta: „Als Siebenten-Tags-Adventisten können wir der Charta Oecumenica zustimmen, wenn Grundwerte wie Gerechtigkeit, Frieden, Religions- und Gewissensfreiheit, Gleichheit, Versöhnung, Toleranz, Gewaltlosigkeit, Menschenwürde, Natur- und Umweltschutz, Gleichberechtigung von Frauen, Schutz von Ehe und Familie, und Hilfe für die Armen der Welt gefordert werden. Auch der Ruf nach einem verantwortlichen Lebensstil, der Ablehnung des Antisemitismus und einem fairen Umgang mit Muslimen und Vertretern anderer Religionen bzw. Weltanschauungen findet unsere Unterstützung. Hier können auch Adventisten sagen: ‚Wir verpflichten uns!‘“

Allerdings strebten Adventisten nicht nach einem irdischen Reich, einem politisch und christlich-religiös geeinten Europa. Wie schnell könne sich ein solches Europa wieder von diesen Grundwerten abwenden. Eine Politisierung des Evangeliums wäre zudem eine Verfremdung des Wortes Gottes, „die wir nicht bejahen können. Unsere Hoffnung ist vielmehr auf das ewige Reich Gottes gerichtet, das am Tag der Parusie Christi anbrechen wird. Diesem Christus allein fühlen wir uns verpflichtet.“

ACK Deutschland
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland, ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Der Text der Charta Oecumenica ist abrufbar unter: bit.ly/3xcaQYy.
Weitere Informationen zur Charta gibt es unter: www.charta-oecumenica.de.

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